Heute geht es um das Thema Haare waschen! Und zwar Haare waschen ohne Shampoo, daher der Name: No Poo. Dabei handelt es sich um einen Sammelbegriff für diverse Ansätze, auf Shampoo zu verzichten. Roggenmehl, nur Bürsten, Bürsten und Wasser, nur Wasser… Mutig habe ich mich mittenrein gestürzt und mehrere Methoden ausprobiert. Dabei bin ich erst grandios gescheitert. Im zweiten Anlauf mit der Hilfe der Expertinnen von Haarweisheiten pflege ich meine Haare jetzt ohne Shampoo, dafür mit ganz viel bürsten und Wasser. Und, ohne Mist, das klappt ganz fantastisch und macht tatsächlich schönere Haare! Davon will ich heute berichten. Los geht’s!
No Poo: Mein Scheitern
An No Poo (wortwörtlich “Kein Scheiß”) war ich schon länger interessiert, weniger aus Umwelt-Aspekten sondern weil ich immer wieder hörte dass es besser fürs Haar ist. Da ich sehr feines Haar habe was leicht bricht habe ich mir davon eine vollere Mähne erhofft.
Dabei meine ich nicht die vielen Zero-Waste-Ansätze mit Roggenmehl, Lavaerde oder was auch immer als Shampoo-Ersatz so genutzt werden kann. Ich meine, das Haar mit dem zu pflegen, was ohnehin vom Körper dafür vorgesehen ist: Das Sebum. Dies ist der Talg am Haaransatz, den wir für gewöhnlich ganz furchtbar halten und den es so schnell wie möglich ganz radikal auszuwaschen gilt. Schade nur, dass damit all die guten Stoffe, die unser Haar so braucht, den Abfluss runter fließen. Besser ist es, das Sebum zu nutzen und durch gaaaaanz viel bürsten im Haar zu verteilen. Daher kommen die berühmten 100 Bürstenstriche. Hardliner schwören auf sebum-only und machen nix außer bürsten! Klingt unvorstellbar, oder?
Der Nachteil, den ich immer wieder hörte, war eine “Ausfettungsphase” in der man mit fettigen Haaren leben müsse, ehe sich die Talgproduktion anpasst. Das klingt erstmal wenig Büro-tauglich. Daher habe ich das Thema dann doch auf die lange Bank geschoben. Elternzeit, Corona-Lockdown und Herbst verlockten mich dann Ende 2020, es doch mal auszuprobieren. Also habe ich viel recherchiert im lieben Internet, mir eine Wildschweinborstenbürste bestellt und enthusiastisch losgebürstet.
Da sich der Erfolg nicht so einstellte wie erhofft, habe ich ab und zu mein Haare mit Roggenmehl ausgewaschen, worauf manche Zero-Waster schwören, wie Shia von Wasteland Rebel. Das klingt erstmal komisch, funktioniert jedoch ganz gut, da das Mehl pflegend und reinigend wirkt. Ehrlich gesagt, ich fand es echt nervig: Eine Paste anrühren. im Haar verteilen, einwirken lassen, ausspülen. Gut und gerne 20 Minuten gehen dafür drauf. Und Mehl gehört ja eigentlich auch nicht in den Abfluss – zieht das nicht Ratten an? Hmmm.
Was soll ich sagen – drei Monate später waren meine Haare immer noch fettig, ich unzufrieden, und das Shampoo wurde wieder gezückt.
Erfolg mit Haarweisheiten
Das Thema ließ mich aber nicht los. Das muss doch irgendwie gehen! Zufällig stieß ich auf einen Artikel im Ekologiska Mag, in dem die beiden Frauen Ute und Leila von ihrem Projekt Haarweisheiten berichteten: Ein Online-Kurs um No Poo zu lernen. Und tatsächlich war dieser Kurs dann auch der Gamechanger für mich: Ausgestattet mit den richtigen Bürsten die auf mein Haar abgestimmt wurden, Materialien zur Reinigung der Bürsten und Videomaterial das Schritt für Schritt die Methode erklärt, startete ich Versuch Nummer zwei.
Das war Mitte Juni dieses Jahr – jetzt ist Mitte Oktober. Fünf Monate bin ich also schon dabei. Seitdem habe ich dreimal Shampoo zum Einsatz gebracht, wenn wegen Krankheit keine Energie zum Bürsten war…
Und ich bin mega happy! Es ist einfach, natürlich, und mein Haar ist deutlich fülliger und griffiger geworden. Was mir besonders gefallen hat: Es gab keine Ausfettungsphase, von Anfang an hat es gut geklappt und das Bürsten empfinde ich auch als angenehme Wellness-Einheit.
Was ist das Geheimnis?
So viel kann ich dir verraten:
- Die richtige Bürste – Du erhältst zwei auf dein Haar abgestimmte Wildscheinborstenbürsten, eine zum Entwirren und eine zum intensiven Bürsten.
- Das richtige Bürsten – Das Herzstück der Methode: Intensives Bürsten ist das A und O.
- Die richtige Bürstenreinigung – Täglich wird die Bürste von Haaren und Schmutz befreit, alle paar Tage auch mit ein ganz klein wenig Shampoo und Wasser gereinigt.
- Das richtige Spülen mit Wasser – Viel Wasser! Ganz viel Wasser! So viel Wasser! Und die richtigen Handgriffe, um die Kopfhaut vorsichtig zu reinigen.
- Die richtige Handhabung des Haares – Nicht wild mit dem Handtuch schrubbeln. Das hat sich vielleicht schon rumgesprochen 😉
Alle Tricks und Kniffe findest du im Kurs “Das intuitive Haar” von Haarweisheiten. Der Preis erscheint erstmal hoch – das Material ist jedoch inklusive und danach hast du praktisch keine Kosten mehr für die tägliche Haarpflege! Die Bürsten halten Jahre, die Materialien zur Bürstenreinigung könnten höchstens bei Bedarf ersetzt werden. Aber sonst nix: Kein Shampoo, kein Conditioner, keine Haarkur, kein Spitzenserum, kein …. Puh, keine Ahnung was man sich noch alles ins Haar klatschen kann. Ich hatte eine Menge rumstehen und habe alles weggeschmissen. Bis auf mein Notfall-Shampoo, falls es wegen Krankheit doch mal gezückt werden muss.
Was ich auch wertvoll finde, ist der Podcast von Haarweisheiten und ihr motivierender Instagram-Kanal. Es ist leichter auch mal einen Bad-Hair-Day auszuhalten, wenn so hilfsbereite Expertinnen und eine so liebe Community zur Seite stehen.
Nach meinen positiven Erfahrungen kann ich es sehr empfehlen, natürliche Haarpflege auszuprobieren!
Wie immer: Werbung aus Überzeugung, keine Bezahlung oder anderweitiges.