Ja richtig gelesen, es geht ums Putzen! An und für sich bin ich darin keine Expertin… Aber angesichts der schwindelerregenden Liste an Inhaltsstoffen und Warnhinweisen auf meinen herkömmlichen Reinigern sowie dem starken Geruch den sie verströmen bin ich sofort neugierig geworden, als ich von diesem Produkt gelesen habe: der Sauberkasten. Heute möchte ich dir genau diesen vorstellen, denn ich bin absolut begeistert von dem Konzept.
DIY Reiniger mit dem Sauberkasten zaubern
Der Sauberkasten ist ein Unternehmen welches von den beiden sympathischen Leipzigerinnen (yeah!) Jeanette und Jette gegründet wurde. Jeanette kam die Idee im Rahmen ihres Designstudiums, da sie ein Projekt mit Bezug zur Nachhaltigkeit suchte. Von ihrem eigenen Alltag ausgehend feststellte sie , dass es im Bereich Putzen diesbezüglich noch eine Lücke gab. Klar, es gibt ein paar Ökoreiniger, aber auch diese haben eine schwer verständliche Liste an Inhaltsstoffen. Also recherchierte Jeanette alternative, alte Rezepte – und so entstand der Sauberkasten.
Dieser besteht im Wesentlichen aus 6 Zutaten, nämlich Zitronensäure, Kernseife, Natron, Soda, Essigessenz und ätherischen Ölen. Also altbewährte Hausmittel, mit denen vermutlich jahrzehntelang, wenn nicht sogar jahrhundertelang erfolgreich geputzt wurde… Mit diesen wenigen Zutaten können ganze 10 Rezepte gezaubert werden! Praktischerweise gibt es ein Rezeptheft gleich mit dazu. So kannst du dir vom Spülmittel über Scheuerpaste bis hin zum Waschmittel alles selber mixen. Beim Kauf des Sauberkastens gibt es verschiedene Ausstattungsmöglichkeiten. Ich habe gleich zugeschlagen und das Premium-Set gekauft, dieses beinhaltet neben dem hübschen Holzkasten zur Aufbewahrung alle Utensilien die den Sauberkasten komfortabel machen, z.B. Messbecher, Etiketten, Sprüh- und Pumpaufsätze sowie Handschuhe.

Den Sauberkasten gibt es online zu kaufen, darüber hinaus wird er auch in manchen (Unverpackt-)Läden geführt. Eine Liste findest du hier.
Das Ganze ist nicht nur super einfach, sondern auch gut für die Umwelt da die Inhaltsstoffe umweltverträglicher und leichter biologisch abbaubar sind als die meisten konventionellen Reiniger. Die Gesundheit schont es außerdem, da die selbst hergestellten Reiniger ungiftig und frei von aggressiven Chemikalien sind. Eine feine Sache!
Reinigen mit Hausmitteln
Was ist denn eigentlich das Besondere an den Zutaten habe ich mich gefragt, was macht diese so kraftvoll und können diese vielleicht noch mehr im Haushalt nützen? Neben den Infos im Sauberkasten selbst habe ich mich dafür etwas auf Smarticular umgesehen, der Selbermach-Community und Ideensammlung schlechthin. Neben einem umfangreichen Onlineangebot hat Smarticular bereits viele Bücher verlegt, wobei das Motto “Selber machen statt kaufen” klar im Fokus steht.
Natron
Natron ist eine echte Wunderwaffe in Haushalt und Küche. Nicht nur dass es Fett und Kalk löst und enthärtend wirkt, es neutralisiert und bindet Säuren sowie Gerüche und findet damit viele Anwendungsmöglichkeiten. Ein bisschen aufpassen sollte man bei der Qualität des Natrons: technisches Natron ist das Minderwertigste und eignet sich super zum Putzen; fürs Backen und Kochen sollte es dann doch das Speisenatron sein. Für Körperpflege sollte das pharmazeutische Natron gewählt werden, zum Beispiel kann man damit fettige Haut pflegen oder Deo selbst herstellen. Ganze 77 Anwendungsmöglichkeiten von Natron hat Smarticular gesammelt und sogar ein Buch herausgebracht! Wie gesagt, eine Wunderwaffe.
Zitronensäure
Zitronensäure wirkt kalklösend und reinigend. Außerdem kommt ihr Name nicht von ungefähr, denn Zitronensäure wurde ursprünglich aus Zitronensaft gewonnen, was natürlich nicht bedeutet dass sie ausschließlich in Zitronen vorkommt. Hier hat Smarticular ebenfalls einige Anwendungsmöglichkeiten im Gepäck, wenngleich “nur” 14. Diese umfassen Zitronensäure als Entkalker bzw. Reiniger, beim Waschen, als Zusatz bei Pflegeprodukten oder in der Küche (wobei da natürlich auch einfach Zitronensaft verwendet werden kann). Gerade in der Küche sollte auf de richtige Dosierung geachtet werden, da die Säure sonst den Zahnschmelz angreift.
Soda
Soda kommt zum Einsatz, wenn besonders fiese Verschmutzungen zu lösen sind, außerdem löst es auch Fette ganz fantastisch. Damit ist es natürlich prädestiniert als Zusatz für Waschmittel, Geschirrspülmittel et cetera. Auf Smarticular findest du erneut weitere Anwendungsgebiete.
Kernseife
Die gute alte Kernseife reinigt ohne zu fetten und ist damit ebenfalls super geeignet für Waschmittel und Co und, im Gegensatz zu Soda, natürlich auch für die Körperhygiene bestens geeignet. Und wusstest du, dass Kernseife sogar gegen Blattläuse gut ist? Insgesamt 15 Anwendungsgebiete hat Smarticular gesammelt. Die Kernseife im Sauberkasten ist übrigens vegan und palmölfrei.
Essig(essenz)
Zu guter letzt – Essig. Hast du bestimmt eh in der Küche rumstehen, sei es für eine leckere Linsensuppe nach Omas Art oder einen einfachen Salat. Essig kann jedoch noch viel mehr. Er wirkt desinfizierend, ist fett- und kalklösend und stark gegen Gerüche. Ein bisschen Essig mit Wasser mischen ergibt den Universalreiniger schlechthin, wobei der eigene Essiggeruch mit ätherischen Ölen gemildert werden kann. Auf Smarticular findest du 35 Tipps und Tricks, wie sich Essig noch einsetzen lässt.

Falls du jetzt ungläubig denkst “Wow, diese fünf Mittelchen können ja einfach alles!” und hoch motiviert bist, das alles auszuprobieren, dann hat Smarticular genau das richtige Buch für dich verlegt: “Fünf Hausmittel ersetzen eine Drogerie”. Mehr als 300 Anwendungen und 33 Rezepte sind in diesem Werk gesammelt und alles was du brauchst sind die oben genannten Zutaten: Natron, Zitronensäure, Soda, Kernseife und Essig. Quasi die perfekte Ergänzung zum Sauberkasten!
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Ein Gedanke zu „Der Sauberkasten: Einfach nachhaltig putzen“