Weihnachtsstimmung
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5 Ideen für ein nachhaltiges Weihnachten

Das Fest der Liebe rückt immer näher und bei uns weihnachtet es schon sehr. Ich liebe die Vorweihnachtszeit, mit leckeren Naschereien, würzigem Punsch, Weihnachtsliedern und gemütlichem Kerzenschein. Häufig wird aber auch Kritik laut, dass Weihnachten zu einem Fest des Konsums und Verpackungswahnsinn verkommt. Ich finde: Weihnachten ist, was du draus machst. Und es gibt ganz viele tolle Möglichkeiten, ein nachhaltiges Weihnachten zu verbringen.

Plastikfreie Naschereien

Der älteste Trick: Selber backen natürlich! Am besten mit Zutaten aus dem Unverpacktladen, dann wird das Weihnachtsgebäck auch wirklich verpackungsfrei. Egal ob Plätzchen, Schoko-Mandel-Taler oder Elisenlebkuchen: Die meisten Zutaten sind in einem gut sortierten Unverpacktladen zu erstehen und Weihnachtsstimmung macht es obendrein. Viel Spaß in der Weihnachtsbäckerei! Wer dem Klima und Tierwohl zusätzlich etwas Gutes tun will, kann sich an veganen Rezepten probieren und einen hohen Anteil regionaler Zutaten in Bio-Qualität verwenden.

Keine Lust zu backen? Na dafür gibt es ja Bäcker. Es lohnt sich, sich etwas umzuschauen oder direkt beim Bäcker des Vertrauens nachzufragen, ob man den Christstollen vielleicht ohne Verpackung kaufen kann. Manche Bäcker schlagen den Stollen auch in Pergamin ein, wie zum Beispiel der Lukas Bäcker in Leipzig. Auch nicht jede Plätzchentüte ist aus Plastik – manchmal kommt Cellophan zum Einsatz, welches kompostierbar ist. Also nicht schüchtern sein und nachhaken!

Christstollen in Papier
Christstollen in Papier

Auch die Unverpacktläden sind zu Weihnachten gut ausgerüstet und bieten Dominosteine, Lebkuchen oder Schokoweihnachtsmänner ohne Verpackung an. Na dann… Schmecken lassen 😊

Gesunde und nachhaltige Kerzen

Die Bösewichte sind hier Paraffin und Stearin aus herkömmlichem Palmöl: Diese am besten vermeiden. Paraffin ist ein Nebenprodukt aus der Erdölgewinnung und damit weder für deine Gesundheit noch für das Klima eine gute Sache. Stearin wird aus pflanzlichen und tierischen Fetten gewonnen, meist aus Palmöl, welches ebenfalls in der Kritik steht, da für den Anbau von Ölpalmplantagen oftmals Regenwald abgeholzt wird.

Bei Stearin-Kerzen solltest du also entweder darauf achten, dass es ohne Palmöl ist oder das verwendete Palmöl aus nachhaltigen Quellen stammt. Bestimmt wirst du im Bio-Laden deines Vertrauens fündig. Toll finde ich auch Kerzen aus Bienenwachs, die riechen so gut. Da sie doch recht aufwendig für die Bienen und damit teurer sind, zünde ich diese nur bewusst an.

Nachhaltiger Weihnachtsbaum

Letztes Jahr bin ich auf den sogenannten Keinachtsbaum aufmerksam geworden. Leider war er da schon ausverkauft sodass ich ihn vorbestellt habe – damit ist er dieses Jahr zum ersten Mal einsatzbereit. Der Keinachtsbaum ist ein modularer Ständer für Tannengrün – er bildet quasi den Stamm, welcher Löcher hat in die Tannengrün gesteckt wird. So entsteht ein täuschend echt aussehender Weihnachtsbaum, ohne dass ein ganzer Baum gefällt werden muss.

Das Tannengrün kann direkt beim Hersteller des Keinachtsbaums geordert werden und ist der Verschnitt von Bio-Tannen, die auf einer Schnittgrünplantage wachsen. Den Tannen wird damit sogar etwas Gutes getan, denn der Verschnitt regt zu Wachstum an.

DIY Deko und Baumschmuck

Diesen Advent habe ich mich ganz dem Basteln von Baumschmuck aus Naturmaterialien hingegeben! Sterne aus Draht und Holzperlen (leider klar lackiert… Augen auf beim Perlenkauf!), getrocknete Orangenscheiben, getrocknete Sterne aus Orangenschalen, Zimt-Makramee-Aufhänger sowie Anhänger aus Fake-Porzellan (welches aus Natron und Speisestärke hergestellt wird, eine elegantere Alternative zum Salzteig) werden den Keinachtsbaum schmücken. Dazu kommen noch Fröbelsterne aus früheren Basteleien. Toll finde ich auch Strohsterne oder Papierornamente, zum Beispiel aus alten Klaviernoten oder alten Büchern. Um nur ein paar Ideen zu nennen 😊

Insbesondere das Fake Porzellan ist eine feine Sache. Das Rezept findest du hier.

DIY Weihnachtsdeko für ein nachhaltiges Weihnachten
DIY Weihnachtsdeko

Nachhaltige Geschenkverpackung

Wie wäre es mit Upcycling? Kleidung oder Bettwäsche welche nicht mehr repariert werden kann bietet eine großartige Grundlage für Stoffverpackungen. Entweder zu einem kleinen Säckchen genäht oder als Furoshiki verwenden. Furo-was? Klingt nach Sushi? Das liegt daran, dass Furoshiki aus Japan stammt und ein Wickeltuch bezeichnet. Mittlerweile ist es fast schon eine Kunstform, Geschenke besonders dekorativ in Stoff einzupacken. Tolle Sache, einfach mal googeln (oder bei Ecosia suchen 😉 ) und ausprobieren! Dazu Jute-Schnur und Deko aus der Natur wie Zimtstangen, Anis, getrocknete Orangen oder Orangenschalten, Tannenzweige, Lärchenzapfen, Salzteiganhänger, Strohsterne… Und was dir sonst so einfällt.

Auch Zeitungspapier oder braunes Packpapier bieten eine originelle Verpackung. Genauso lassen sich schöne Weihnachtstüten immer wieder verwenden. Wenn du noch Geschenkpapier aus dem vorherigen Jahr übrig hast spricht natürlich auch nix dagegen, das zu verwenden! Das mache ich auch, und muss auch dazu sagen: Das Klebeband habe ich leider noch nicht so recht verbannen können. Vielleicht hast du da einen Tipp für mich?

So, das waren meine Tipps! Genießt die Festtage und euer nachhaltiges Weihnachten 🎅

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